Sprachen sind ein Thema, in einer globalen Welt. Und wir haben noch immer sehr viele davon. Die Idee mit Esperanto war schon von Anfang an irgendwie zum Scheitern verurteilt, und auch bei Englisch ist es so, dass es leider von einer großen Zahl von Menschen doch nur rudimentär verstanden wird. Als quasi zweite internationale Muttersprache – weit gefehlt. Das macht im weltweiten Verkehr und zum Teil auch im Netz immer wieder Übersetzungen und ein Übersetzungsdienst erforderlich.

Online stehen einige Tools und Googles Übersetzungsdienst zur Verfügung, die versprechen, alles Unbekannte in die Muttersprache zu transferieren. Das Versprechen halten sie, das Ergebnis ist aber leider in vielen Fällen trotz massiver Bemühungen der Programmierer am Ende immer oft noch fast so ein Kauderwelsch wie die Ausgangssprache. Auf dem boomenden Übersetzungsmarkt im Internet tummeln sich deshalb eine große Zahl von kostengünstigen Alternativen zu teuren Übersetzungsagenturen. Wir wollen hier einmal beleuchten, wie gut die gelieferte Qualität hier im Vergleich zu etablierten Agenturen mit studierten Übersetzern tatsächlich ist.

Jeder, der neben seiner Muttersprache noch eine weitere spricht, kann theoretisch einen Übersetzungsdienst anbieten
Weitaus die meisten Übersetzungsaufträge sind interessanterweise von Englisch auf Deutsch. Dafür gibt es auch genügend potenzielle Übersetzer, eine ganze Menge Deutscher, Österreicher und Schweizer spricht gut genug Englisch, um hier als Übersetzer zu arbeiten. Der Übersetzungsdienst wird hier teilweise für weniger als drei Cent pro Wort angeboten. Aber reicht die gebotene Qualität von so einem Übersetzungsdienst tatsächlich aus?

Echtes Verständnis benötigt oft auch die Feinheiten des Textes
Sagen wir einmal so: Die Übersetzungen sind weitaus besser als die computergenerierten Übersetzungen, und vor allem grammatikalisch so korrekt, dass man auch den Sinn versteht. Problematisch wird es aber immer dann, wenn der Sinn eines Satzes nicht ganz korrekt wiedergegeben wird. Der grundlegende Inhalt ist zwar da, aber die Feinheiten des Ausdrucks lassen dann doch nicht selten eine andere Interpretation zu.

Gerade Englisch ist eine Sprache, die sehr viele Ausdrucksnuancen kennt. Zu einem deutschen Wort gibt es meist mehrere englische Alternativen, die alle einen leicht unterschiedlichen Bedeutungsgehalt haben. Den muss man aber tatsächlich kennen, um ihn korrekt zu übertragen. Und einigen bewährten Fallstricken fallen viele der Amateur-Übersetzer bei so einem Übersetzungsdienst auch immer wieder zum Opfer: “eventually” bedeutet eben nicht eventuell, sondern “im Lauf der Zeit” und “sensible” meint vernünftig und nicht sensibel. Durch solche Fehler verändert sich der Sinn eines Satzes, oft eines ganzen Absatzes, dann vollständig.

Fachübersetzungen brauchen auch Fachwissen
Ob es um die Juristerei geht, oder die Medizin, die Biochemie oder die Technik – ohne Fachwissen sind fachlich korrekte Übersetzungen nicht möglich. Das hat auch nichts mit der Sprachkenntnis an sich zu tun. Viele Wörter der Fachsprachen haben oft im Alltag noch eine andere Bedeutung, und sind daher nur von Fachleuten im Übersetzungsdienst tatsächlich korrekt wiederzugeben. Allerwelts-Übersetzungen liefern hier meist keine wirklich guten Lösungen sondern eher Unverständliches und Fragwürdiges.

Sub-Sub-Sub-Unternehmer
Man muss allerdings auch anmerken, dass viele etablierte Übersetzungsagenturen heute ihre Arbeit kostengünstig auslagern – oft über mehrere Ebenen hinweg. Am Ende kommen dann wieder die Dumpinglöhner beim Übersetzungsdienst zum Zug. Allerdings zu einem Mehrfachen ihres ursprünglichen Preises, wegen der mehrstufigen Verkaufsstruktur der Dienstleistung. Manche dieser Übersetzungen werden noch von professionellen Übersetzern korrigiert, in anderen Fällen reicht der am Ende sehr teure Übersetzungsdienst frecherweise sie einfach gleich so weiter. Etablierte Unternehmen sind aber wenigstens für Schäden, die aus Übersetzungsfehlern resultieren, tatsächlich haftbar zu machen.

Advertisements